Pinzgauer Spaziergang mit „den Gefährten“

Pinzgauer Spaziergang mit „den Gefährten“

Neulich bin ich auf einen Trek mit Übernachtung in einer Hütte in Österreich zusammen mit meinem Mann, meiner kleinen Schwester und ihrer besten Freundin gegangen. Der Name der Tour „Pinzgauer Spaziergang“ suggeriert einen leichten Sonntagnachmittagsspaziergang. Aber er stellte sich als etwas anderes heraus.

1. Der Beginn

Schon der Beginn des Trips war abenteuerlich. Wir ließen das Auto an der Seilbahn-Talstation in Saalbach stehen, wo wir planten, am nächsten Tag wieder herunterzukommen. Zunächst mussten wir ein Dorf in der Nähe von Zell am See erreichen, wo wir den Anstieg beginnen wollten. Letztendlich haben wir uns anderen Reisenden in einem Taxibus angeschlossen mit einem Umweg über Hinterglemm. Wir erreichten den Startpunkt des Wegs auf den Berg mit Hilfe der Einheimischen. Er begann in einer Wiese rechts neben den Mauern eines malerischen Bauernhauses. Im Allgemeinen mag ich abgelegene Orte, die etwas kompliziert zu erreichen sind und natürlich „Hidden Traces“, wie Ihr Euch sicher vorstellen könnt.

Nach einer Menge Regen erreichten wir die Hütte. Hütten sind für mich am schönsten, wenn das Wetter ungemütlich ist. Wir waren die einzigen Gäste. Eingehüllt in Decken und an den Kachelofen gelehnt, beobachteten wir Einheimische, die aussahen wie Gandalf von „Herr der Ringe“. Das war der Beginn der Gefährten ( des Rings) – wie wir von diesem Moment an scherzten.

Wandergruppe auf dem Weg zu schneebedeckten Bergen

2. Der nächste Tag auf dem Pinzgauer Spaziergang

Am nächsten Morgen starteten die vier Gefährten begleitet von heftigem Regen, Nebel und wiederkehrendem starken Wind. Der Wind machte bedrohliche Geräusche und schüttelte uns ziemlich durch. Saruman’s Werk?

Unser Plan war es, auf dem Pinzgauer Spaziergang Panoramablicke zu genießen. Denn dafür ist dieser Wanderweg schließlich bekannt. Man geht direkt gegenüber vom Hauptalpenkamm und kann bei klarem Wetter den Großglockner sehen. Unser Plan war es nicht, den Weg suchen zu müssen, aber im Hochnebel mussten wir das tun. Unser Plan war es nicht, Schneefelder zu überqueren, aber schließlich haben wir auch das getan.

Kein Wunder, dass die Wanderung länger dauerte als geplant. Wir wanderten konstant auf über 2.000 Metern Höhe und das Wetter hörte nicht auf, uns herauszufordern.

Leicht verschneite Berglandschaft

3. Der Weg runter

Erschöpft und glücklich erreichten wir den Gipfel mit der Bergstation der Seilbahn – nur um festzustellen, dass es zwei davon gibt, einen westlichen und einen östlichen Gipfel. Wir hatten den Falschen bestiegen und nur noch eine Viertel Stunde Zeit, die letzte Seilbahn 2.000 Meter nach unten zu erreichen.

„Lass uns die Bergstation anrufen“, sagte ein Gefährte. Keine Verbindung – und kein Wunder. Hat jemand schon mal Frodo mit einem Handy gesehen?

Neblige Bergstation

 

Leave a Reply

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.